Notizen aus Lappland

Notizen aus Lappland

Lappland-News: Das Blog

Persönliches vom Polarkreis

Alltägliches, Ärgerliches, Außergewöhnliches. Was so geschieht in den Weiten der nordschwedischen Wälder.

En mer personlig berättelse.

Om livet nära naturen och polcirkeln. Om min hund Tinki. Om vad som händer annars då.

Rauhreif und Reifen

Oktober 2008Geschrieben von Katja 29 Okt, 2008 17:19

Blog Image

Yes, jetzt weiß man wieder, was Leben in Lappland bedeutet. Die schicken Foppa-Schühchen (das sind diese Plastikpantoffeln mit Löchern drin) kann man nicht mal mehr mit Wollsocken um die Füße gebrauchen. Jetzt sind wieder warme Unterhosen angesagt. Der Frost frisst sich in den Boden, die Matschzeit ist rum. Minus zwei waren es am Tag, minus elf in der Nacht. Das bedeutet auch: höchste Zeit zum Reifenwechseln. In Lappland fährt man mit Spikes, das ist auch besser so. Wobei jedes Jahr die Debatte ausbricht, mit oder ohne? Meine Spikes jedenfalls warteten des halbe schneelose Jahr in der Garage. Reifen wechseln, das habe ich üblicherweise mit Papa oder meinem Bruder gemacht. Nun sind die nicht hier, und ich bitte meinen Ersatzpapa Volger um Hilfe. Ob ich sein Werkzeug ausleihen kann? Mein Radkreuz hilft nicht wirklich, zu kurz, das Hebelgesetz... Eine Stunde habe ich nur gebracht und nur einmal geflucht beim Rad vorne links, das hing etwas fest. Im vergangenen Herbst habe ich mit vorne links angefangen und wegen nicht vorhandener Muskeln im Oberarm zwei Stunden lang geflucht. Ich entsinne mich gut an die Miene des Nachbarn, der kam und guckte, ob alles gut geht. Nein, nicht helfen! Ich schaffe das, bin ich schon nach Lappland gezogen kann ich verflucht noch mal Reifen selber wechseln! Im Frühjahr schaffe ich das sicher in einer halben Stunde. Man könnte doch Reifen-Wechsel-Wettbewerbe für Frauen ausrichten!?

Rimfrost och däck

Yes, nu vet man igen vad livet i Lappland innebär. Foppatofflorna duger inte längre inte heller med raggsockorna i. Nu gäller smarta varma underställ istället. Tjälen börjar bita sig fast i marken, slasktiden är tydligen över. Vi hade minus två på dagen och minus elva i natt. Det betyder också: dags att byta däck. Hela barmarksperioden har mina dubbar väntat i garaget. Förr brukade jag byta däck med pappa eller min bror. Nu är dem ju inte här, alltså ber jag min reservpappa om jag får låna hans verktyg. Det där fälgkorset jag har duger inte. För korta hävarmar. Efter en timme var jag färdig. Jag svor bara en gång, däcken vänster framme krånglade till. Förra hösten svor jag i två timmar för att jag började med vänster framme och på grund av muskelbrist. Jag minns rätt så tydligt hur grannen kom och kollade hur det gick. Nej, snälla! Hjälp inte mig! Har man flyttat till Lappland ska man fy fan byta däck alldeles själv. Nästa vår hinner jag säkert med bara en halv timme. Varför inte starta någon byta-däck-tävling för tjejerna i glesbygden?

Ein Hauch Winter

Oktober 2008Geschrieben von Katja 27 Okt, 2008 22:00

Blog Image

Die Rentiere künden vom Winter. Sie grasen die Wiese vorm Haus ab. Vor zwei Tagen waren sie plötzlich wieder da. Gestern durfte sich Tinki ihrer annehmen. Sie ist leider nicht wirklich trainiert. Teilte die Herde in zwei Gruppen, eine wanderte durchs Dorf, die andere über Nachbars Hof auf die Wiese am Wald. Hoffentlich liest der Eigentümer das nicht... Kommen die Rentiere auf die Wiese vorm Haus, ist der Winter nahe. Und tatsächlich, es fängt an schneien. Ganz vorsichtig, winzige Flöckchen, mehr gefrorener Tau als richtiger Schnee. Endlich, das Winterhalbjahr hat begonnen.

En skymt av vinter

När renarna kommer är vintern snart framme. De beter av sista grässtråerna på ängen framför huset. För två dagars sedan var dem plötsligt här igen. Igår fick Tinki jobba. Tyvärr är hon inte tränat, hon skingrade flocken, ena delen vandrade genom byn, de andra ner till ängen nära skogen. Hoppas bara att ägaren inte läsa detta.. Kommer renarna till ängen är vintern snart ett faktum. Och mycket riktigt, det har börjat snöa ikväll. Så där lätt snö, nästan som frusen dimma som fåller ner. Äntligen, vinterhalvåret är framme.

König des Waldes

Oktober 2008Geschrieben von Katja 21 Okt, 2008 21:49

Heute haben wir zur Mittagsstunde einen König getroffen. King, ein großer, grauer Elchhund, kam uns auf dem Waldweg entgegen. Majestätisch und freundlich, grüßte höflich, erst Tinki, dann mich. King, das stand auf seinem Halsband und eine Handynummer auch. King machte keinerlei Anstalten, weiter den Elch zu suchen. Denn das war offenkundig seine Aufgabe, am orangenen Halsband hatte er schließlich einen Sender. Tinki war erfreut, einen so vornehmen Kerl im Wald zu treffen. Sie klatschte King rüde mit der Pfote an den Hals. Das macht sie so mit Rüden, die sie mag. King sah immer noch erhaben, aber schon etwas verwundert aus. Tinki überlegte kurz. Na gut, dann eben die Zicken-Nummer und legt sich ihm untertänig zu Füßen, um danach hakenschlagend wie ein junger Hase zu verschwinden. Ja, das kam schon eher an.

King hatte offenkundig vergessen, dass er einen Job zu erfüllen hatte. Irgendwo da im Wald saß also Kings Herrchen und wartete, dass King per Bellen mitteilt, wo der Elch ist. Aber King dachte nicht dran. Brachte uns zurück zum Auto und legte sich bittend davor. Ich rufe pflichtschuldig sein Herrchen an und frage, wo ich denn seinen Hund abliefern darf.

Nirgendwo! Bloß nicht! Das gibt Punktabzug! King macht gerade die Jagdhunde-Prüfung! Und irgendwo im Wald sitzt auch der Jagdhunde-Prüfer. Ach du Schreck, natürlich wollen wir King nicht die Prüfung vermasseln. Ich fahre schnell zurück.

Zwei Stunden später ruft Kings Herrchen an, ein Jäger aus dem Nachbardorf. Er spricht für nordschwedische Verhältnisse recht schnell und versucht innerhalb von zwei Minuten die Grundzüge der Jagdhunde-Prüfung zu erklären. Erzählt von unterschiedlichen Ablenkmanövern, um zu beurteilen, wie hartnäckig der Hund dem Elch nachstellt.

Naja, das Tinki-Manöver hat er nicht so richtig gut gemeistert. Aber wer interessiert sich schon für einen Elch, wenn eine solch schöne Hundedame über den Weg wackelt? Nein, King, du hast alles richtig gemacht, ein richtiger Kavalier des Waldes. Wir haben heute einen König getroffen.

Blog Image

Idag fick vi träffa en kung. King, en stor jämte, mötte oss på skogsbilvägen. En majestätisk och väldigt väluppfrostrade hund. Han hälsade åt Tinki, kom snäll och lydig till mig. King stod det på halsbanden och ett mobilnummer också. King verkade inte längre intresserad av att ställa älgen. Det var tydligen hans uppgift för att han hade pejlen på det orangefärgade halsbandet. Tinki blev väldigt glad av att hon hade träffat en sådan stilig karl i skogen. Hon slog genast tassen på hans hals, det brukar hon göra med hanhundar hon tycker om. King verkade fortfarande vara upphöjd fast en smula forvånade också. Tinki funderade en stund, ok då kör jag min kärringrace. Låg underdånig framför Kings fötter för att sedan rusa iväg som en ung hare. Ja, det blev mer uppskattade.

King hade synnerligen tappat lusten att jobba. Någonstans där i skogen satt alltså husse och pejlade hunden och väntade på att han skulle skälla. Men King tänkte inte skälla på älgen. Han följde oss lydigt tillbaka till bilen, låg framför bilen och tittade på mig. Pliktskyldig ringer jag upp husse. Var får jag lämna hunden?

Ingenstans! Gör inte det! Han tar jaktprovet! Det blir poängavdrag! Alltså någonstans i skogen sitter också domaren. Herrejesus! Inte vill vi sabba för Kings jaktprov! Jag rusar iväg.

Två timmar senare ringer Kings husse, en jägare från grannbyn. För att vara norrlänning pratar han rätt så fort. Inom två minuter förklarar han alla känsliga moment i ett jakthundsprov. Olika undanmanöver man kör med för att testa hundens uthållighet.

Nå, Tinkimanövern har King tydligen inte riktig klarat av. Men vem fasen bryr sig om älgen när en fin vacker tik korsar vägen? Nej, King, du gjorde allt rätt, du är skogens kavaljer. Idag fick vi träffa en kung i skogen.

Elch, die erste

Oktober 2008Geschrieben von Katja 20 Okt, 2008 22:30
Blog Image

Der Herbst macht sich langsam auf den Weg. Die frostigen Nächte werden häufiger, hoffentlich schneit es bald. Im letzten Jahr tauchten am Abend des 15. Oktober die ersten Polarlichter auf, in der Nacht kam der erste Schnee.

Die Elchjagd ist bald vorbei. Der König der Wälder hat dann doppelte Chancen zum Überleben. Weil, erstens werden jedes Jahr fast 80.000 Tiere erlegt. Und zweitens sterben viele Elche während der Jagd den Unfalltod. Der Elchschadensfondsverein (aber ja, so was gibt es!) hat gerade seine Elchschadensprognose für dieses Jahr vorgestellt. Es werden wohl sechs Prozent mehr Elche in diesem Jahr in Schweden in Unfälle verwickelt sein.

Außer in Norrbotten. 20 Prozent weniger Elchunfälle sagt der Elchschadensverein für die Provinz am Polarkreis voraus. Das sind doch mal gute Nachrichten! Vier von zwanzig Elchen weniger also werden überfahren. Nun, Sie sehen ja selbst auf dem Bild oben, vier von zwanzig Elchen, und zwar lebende im Mondschein.

Irgendwie absurd

Oktober 2008Geschrieben von Katja 14 Okt, 2008 21:45

Blog Image

Wohnt man fast im Wald, lernt man eine ganze Menge. Holz hacken, Holz sägen, Holz mit der Maschine spalten. Die Motorsäge habe ich zusammen mit Papa repariert, wobei ich ganz unbescheiden zugeben muss, dass ich den Fehler gefunden habe.

Was andere technische Dinge angeht, habe ich es immerhin geschafft, selbst eine Website zu basteln und diesen Blog einzurichten. Nun ist es allerhöchste Zeit für ein PC-Backup! Sollte der Rechner spinnen...ich will echt nicht dran denken...

Also flugs das externe Laufwerk aufbauen, und nach einer Weile habe ich tatsächlich das Backup in Gang. Doch nach acht Minuten ist Schluss. Das Laufwerk wurde mit FAT 32 formatiert, deshalb können die Sicherheitskopien nicht größer als 4 GB sein. Moment, auf dem Karton stand ganz groß 640 GB. Wie also komme ich an die verbleibenden 636 GB, für die ich doch irgendwie auch hundert Euro bezahlt habe. Oder?

Diese Frage schreibe ich dem Support. Bevor ich die schicke, möchte ich doch bitte in den FAQs blättern. Ich lerne was über unterschiedliche Mess-Standards, binäre und dezimale Werte und achja, das mit der/die FAT 32, das kann man sich in einer Tabelle verdeutlichen, die eine Übersicht des Verhältnisses zwischen Partition und Clustergröße bei Verwendung von FAT 32 zeigt. Motorsäge reparieren ist einfacher. Ich schicke meine Frage und kriege prompt eine Antwort-Mail: Sie müssen diese Frage aktualisieren! Es erscheint ein Feld: Eine Antwort auf diese Frage wird nicht länger benötigt? Natürlich, ich bin weiter an der Beantwortung meiner Frage interessiert.

Ich bin Journalistin, ich kann nicht anders. Und diese Festplatte, wäre sie nicht so teuer gewesen, ich hätte sie schon längst mit der Motorsäge zerteilt.

Hur kan det gå?

Bor man nästan i skogen så krävs det en hel del för att kunna klara sig. Jag har lärt mig hantera både motorsåg och vedklyv och är tillräckligt bra med att hugga ved. Jag har tillsammans med Pappa repat motorsågen, och det var jag som kom på vad som var felet. Det måste jag faktiskt i all min tysk oblyghet medger. Vad gäller andra tekniska grejer så känner jag mig lite grann som en dinosaurier. Ok, det gick bra att bygga en hemsida alldeles själv och även bloggen kunde jag fixa. Men nu håller jag på att bli tokig.

Säkerhetskopiering! Det är på tiden, det är i högsta graden angelägen att jag gör det. Alltså skaffar man en extern hårddisk. 640 GB utrymme står det på kartongen, wow. Jag får faktiskt kopieringen i gång, men vad händer då? Datorn meddelar att disken formaterats med FAT 32 , därför kan säkerhetskopieringsfilen inte vara större än 4 GB. Till och med jag fattar att mellanskillnaden är så pass hög som 636 GB. Eller hur?

Alltså vänder jag mig till supporten. Efter ha skrivit min fråga, hur jag kunde få de resterande 636 GB jag har ju betalt för, får jag gå igenom FAQ (de vanligaste frågorna, i fall ni är också dinosaurier...). Där står det att det finns olika metoder att mäta lediga diskutrymmen och att den där FAT 32 packeterar filen så här och så här. Det är lättare att repa en motorsåg. Vad gör alla snygga IT-killar när dem inte kan fixa allt så att jag har någon nytta av den varan jag betalde 1000 spänn för? Och så fortsättningen på supportens sida. Om jag vill fortsätta skicka min fråga? Självklart. Jag är journalist, jag vill att mina frågor besvaras. Det trillar in ett mejl omedelbart, du MÅSTE bekräfta att du har skickat in din fråga. Jag bekräftar artigt, jag vill att mina frågor besvaras.

Jag är journalist, kan inte annat. Och hade den jävla hårddisken inte varit så pass dyr jag hade redan kommit med motorsågen!

Arme Würstchen

Oktober 2008Geschrieben von Katja 13 Okt, 2008 21:51

Blog Image

Im Wald hörte ich das Postauto hupen. Ein Paket meiner Eltern aus Deutschland ist da! Gute Thüringer Wurst und italienischer Weißwein. Ich habe ein Abkommen mit der Post: bin ich nicht zuhause, dann wird das Paket vor die Tür gestellt. Doch das Paket sah so komisch aus, eingepackt in Plastiktüten und das Packpapier klatschenass. Was ist wohl kaputt gegangen? Der Wein war’s, die schönen Thüringer Knackwürste durchtränkt mit drei Litern Wein. Aber, wer weiß, womöglich schmeckt italienischer Weißwein an Thüringer Knackwürsten gar nicht so schlecht.

Knackwurst med vin

När jag var i skogen hörde jag postbilen tutar. Jippie, ett paket från Mamma och Pappa i Tyskland är framme. Världens bästa korv och italiensk vitvin. Är jag inte hemma så lämnar posten paketet på bron. Men när jag kom då och såg paketet. Inpackat i plastfolie, hela kartongen blött. Vad i friden har gått sönder? Det var vinet, tre liters vin spilld på världens bästa korv. Men vem vet kanske smakar knackwurst med vin inte så dålig?

Sonnige Aussichten

Oktober 2008Geschrieben von Katja 09 Okt, 2008 19:20

Blog Image

Es war schon wieder so ein verdammt sonniger Tag, nur schon kalt, um Null. Im ehemaligen Gymnastiksaal der Schule Överstbyn haben sich zwölf Frauen versammelt, um Geschichten zu erzählen. Es ist ein Seminar über Storytelling und wie die persönliche Geschichte zum Markenzeichen eines Unternehmens werden kann. Unternehmerinnen sind wir alle, und wir erzählen viele Geschichten. Wir wandern mit den Stühlen und der Sonne, sie blendet so stark durch die Fenster, dass wir jedes Mal aufs Neue die Reise nach Jerusalem antreten.

Seminarleiterin Sanna will die Geschichte unserer Fenster hören. Was sehen wir, wenn wir arbeiten? Ich schwärme von meinen hundertjährigen Kiefern, und den Eichhörnchen, die draufhum hopsen. Und die Elster, die vorbeikommt, und der Hackspecht, der am hölzernen Strommasten hackt, was ich bis ins Haus höre. Inta, die Übersetzerin aus Lettland, berichtet von den Fischerbooten, die den Hafen in Haparanda anlaufen und von den Fischern, die dann manchmal einen heben. Maria von den verspielten Lämmern auf der Weide, Lone vom verliebtem Rabenpaar und Annika von ihrem wunderschönen Ahornbaum. Carita hat ihr Büro draußen, wo die Schafe weiden. Wenn die Hunde die Herde zusammentreiben, dann steht sie ganz versonnen und glücklich in ihrem Freiland-Büro.

Wir alle haben so ein versonnenes Lächeln im Gesicht. Es ist zuweilen scheißenanstregend, das Unternehmer-Leben. Doch wollten wir solche Freiluftbüros und Fensterausblicke jemals wieder hergeben?

En solskenshistoria

Solen lyste så förbaskade vackert igen. Fast det var kallt, kring noll. In Överstbyns gamla skolans gympasalen sitter tolv kvinnor för att berätta historier. Det är ett seminarium om storytelling och hur man kan stärka företagets varumärke med sin egen historia. Vi är företagare allihopa och vi har många berättelser att berätta. Vi vandrar med stolarna omkring för att solen lyser så stark genom de gamla fönstren.

Kursledare Sanna vill få höra våra fönstrens historia. Vad ser vi när vi tittar ut genom kontorsfönstret? Jag talar genast lyriskt om mina hundraåriga tallar och ekorrar som lekar där. Skatan kommer förbi och hackspetten hackar i elstolpen att det hörs också i huset. Inta, tolk från Lettland, berättar om fiskebåtarna som anlander i Haparanda hamn och fiskekarlarna som då tar ibland en liten sup. Maria talar om lammen som leker i hagen, Lone om sina förälskade korpar och Annika om den präktiga lönnträden. Carita har sitt kontor ute vars fåren beter. När hundarna har vallat in fåren då står hon nöjd och drömmande i sitt friluftskontor.

Vi alla ser faktiskt lite frånvarande ut. Att vara egen företagare är skitjobbig ibland. Men skulle vi frivilligt ge bort våra friluftskontorer och fönsterutsikten?

Gedenken

Oktober 2008Geschrieben von Katja 07 Okt, 2008 22:53
Blog Image

Lars Pirak ist gestorben. Das dürfte in Deutschland nur die eingefleischten Lappland-Kulturtouristen interessieren. Lars Pirak war ein samischer Künstler, der überaus vielfältig und produktiv war. Samische Kunst, das war Lars Pirak. Seine farbenfrohen und naivistischen Motive sind als Ansichtskarten in jedem Souvenirladen erhältlich. Seine Werke sind in Museen auf der ganzen Welt ausgestellt. Er hat gemeinsam mit dem Künstler Bengt Lindström die Akkats-Stauklappen in Jokkmokk bemalt. Er hat Schmuck aus Rentiergeweih, Birkenrinde und Zinn gefertigt. Und er war geschäftstüchtig, seine Bilder zierten Tassen und Handtücher.

Als ich ihn 2007 auf dem Wintermarkt in Jokkmokk traf, thronte der alte Pirak in einem schmucklosen Raum des Versammlungshauses und empfing seine Gäste und Käufer. Auf dem Tisch vor ihm die Handtücher und Tassen, an der Wand seine Bilder.

Ich wollte mit ihm über einen deutschen Künstler reden, Gustav Hagemann. Der Kunst- und Sportlehrer aus Salzgitter war Lappland verfallen. Hagemann reiste 30 Jahre lang in den hohen Norden, skizzierte, malte und ließ „Lappländische Ritzzeichnungen“ anfertigen. Als ich in Salzgitter die Kartei dieser Zeichnungen durchsah, stieß ich auf: Lars Pirak. In Jokkmokk fragte ich ihn, ob er sich an Hagemann erinnert? Aber ja, die Augen des Alten begannen zu leuchten. „Es war 1949, als ich ihn getroffen habe, hier in der samischen Volkshochschule Er hat mich auf die Kupfergraphik gebracht. Ich hatte da zwar schon gezeichnet, aber nicht mit dem Griffel gearbeitet. Gustav war ein sein angenehmer Mensch.“ Nach unserem Gespräch fiel Lars Pirak noch viel mehr ein zu Gustav Hagemann. Das hat mir Piraks Sohn Mikael ein Jahr später erzählt. Und ich hatte Lars Pirak doch versprochen, ihn in seinem Atelier zu besuchen!

Minne

Lars Pirak avled i förra veckan. Alla som bor i Sveriges norra ändan vet ungefär vilken betydelse han hade för den samiska konsten. Lars Piraks verk visas i museer världen runt. Hans färgglada och naturalistiska motiv finns tryckta på vykort, kaffemuggar och handdukar. Med vad inte alla vet är Lars Piraks koppling till den tyske konstnären Gustav Hagemann. Denna Hagemann, en konstfack- och idrottslärare från Salzgitter var lapplandfrälst. På 1920-talet reste han för första gången till Lappland, det var början till en livslång kärlek. Hagemann kunde då inte språket, därför hade han kopparplåtar och en stick i bagaget. Renskötare i hela Sápmi har ritat sina berättelser åt Gustav Hagemann. Dessa ”lappländische Ritzzeichnungen” är en skatt! Medan jag kollade alla dessa bilder som finns samlade i Museum Schloss Balder nära Salzgitter, hittade jag också två från Lars Pirak.

En kall förmiddag på förra årets Jokkmokksmarknad fick jag träffa gamle Pirak. Han nästan tronade i Försammlingshemmets tillfälliga ateljén och småpratade med sina gäster och köpare.

Om han minns Gustav Hagemann? frågade jag. Hans ögon började genast lysa.

-Jådå, jag träffade honom 1949, då gick jag första året på folkhögskolan här i Jokkmokk. Jag minns jag gjorde en ren åt honom. Jag hade ju aldrig sysslat med koppargrafik, men han hade visat hur man skulle arbeta med sticken. Det gick så bra att jag gjorde ett motiv till till honom. Han var så hemskt trevlig.

Min fråga efter Gustav Hagemann väckte flera minnen i honom. Det berättade sonen Mikael när jag träffade honom ett år senare. Men efter möten med gamle Pirak skyndade jag snart vidare för att intervjua knallare. Tiden går, men värför unnar man sig själv inte mer tid att lyssna?

Endlich Ruhe

Oktober 2008Geschrieben von marta 06 Okt, 2008 21:04
Blog Image

Nun wird es wieder ruhiger. Der September war groß. Sonne, fast warm und gelb, gelb, gelb mit ein bisschen rot und einem bezaubernd blauen Himmel. Nun steht die Sonne nicht mehr so hoch.

Nun darf man wieder normal kontinentale Nächte genießen, sich einschließen und Rilke hören und in der Tiefe landen.

Mein Hund ist den Vogel gekommen. Eigentlich ist sie ja Hütehund und mit Rentieren vor der Schnauze aufgewachsen. Nun hat Tinki aber Wind davon bekommen, dass Frauchen den Jagdschein macht. Unser Kursleiter triezt uns mit Vögeln, Vögeln, Vögeln. Aber ja, was soll man sonst tun?

Blessente, Trauerente, Krick-, Pfeif-, Samt-, Eis-, Reiher-, Spießente und die süße Schellente mit den schönen Augen. Muss man können, will man wissen, was in den Ofen kommt.

Meinem Hund ist das jedenfalls schnurz. Sie stöbert die Vöglein auf und treibt sie mir vor die Nase. Hätte ich den Jagdschein schon, es wären peng! zwei Birkhühner und ein Auerhuhn vom Himmel gefallen.

Lugnt igen

Nu blir allt lugnare igen. Septembern har varit stor, nästan varm och gul, gul, gul med lite röd och en fascinerande blå himmel. Nu står solen inte så högt längre. Nu får man njuta av normala kontinentala mörka nätter. Nu får man låsa in sig och lyssna på Rilke och landa i djupet.

Min hund har upptäckt sitt intresse för fåglar. Fast hon är vallhund och uppväxt med renarna framför nosan. Men som om hon har fått vittring på att matte har börjat med jägarexamen. Och våran kursledare pinar oss med fåglar, fåglar, fåglar. Alla skogshöns och gäss och dykänder, simänder som är att plugga.

Sädgås, bläsgås, kanadagås, prutgås (kan den verkligen pruta?). Och sen gräsand, stjärtand, bläs-, brun-, berg- och skedand och vackra knipan med sina fina ögon. Yes, man måste kunna det vill man veta vad man sätter i ugnen. Tinki struntar precis i vad alla fåglar heter för nåt. Hon stöter upp dem och driva fåglarna rakt framför min näsa. Hade jag redan tagit jägarexamen, två orrar och en tjäderhöna hade pang! trillat ner från himlen.